Luzia Herz
Wird von mir geboren am 7. Juli 2003 im Wertheimer Krankenhaus um 20.32 Uhr. Es ist eine schöne Geburt und sie dauert nur 1 ½ Stunden.
Luzia ist ein sehr zartes Baby und wiegt nur 2750 g.
Die Geburt verläuft völlig unkompliziert und ich werde schon am nächsten Tag auf eigenen Wunsch entlassen.
Da es mein erstes Kind ist, und ich noch unsicher bin, beantrage ich für die ersten 10 Tage eine Hebamme zur täglichen, häuslichen Betreuung. Aber bereits nach wenigen Tagen stellt sie ihre Besuche ein, da alles hervorragend harmoniert.
Ich stille Luzia die ersten 6 Monate voll, um ihr die wichtigen Nährstoffe der Muttermilch zu geben. Anschließend koche ich die Mahlzeiten frisch.
Im Krabbelalter ist meine Tochter viel zu aktiv und aufgeweckt, um einen Laufstall zu akzeptieren. Sie will gleich die ganze Welt erkunden. Also unterhehme ich alles, um ihren Freiheitsdrang nicht einzuschränken und räume so gut wie nur möglich alle Gefahren aus.
Eins gelingt mir nicht: ihren Vater davon abzuhalten, Luzia mit 8 Monaten in einem Boot ohne Schwimmweste mit auf den Main zu nehmen. Ich sterbe fast vor Angst!
In unserem Haushalt leben außer Alexander, mir und unserer Tochter auch noch drei Hunde, die Alexander gehören: eine Dogge, ein Jagdhund und ein kleiner Mischlingshund. Mir tuen die Hunde leid, da sich Alexander nicht um sie kümmert; so sieht man mich morgens als erste auf den Wiesen mit Kinderwagen und drei Hunden – bei Wind und Wetter.
Als Luzia 15 Monate ist, liege ich wegen einer Hüftoperation im Krankenhaus. Im dortigen Park lernt meine Tochter laufen.
Mit 2 ½ Jahren kommt sie vormittags für zwei bis drei Stunden in den Kindergarten, um sich einzugewöhnen, da ich beabsichtige, nach dem Erziehungsurlaub wieder zu arbeiten.
Luzia ist ein lebhaftes Kindergartenkind.
Als Luzia drei Jahre alt ist, nehme ich eine Stelle als Reinigungskraft an. Mittags koche ich für meine Tochter und hole sie dafür aus dem Kindergarten ab.
Luzia liebt es, mit mir zu kochen. Die Kochzeit verlängert sich dadurch um das „dreifache“.
Meine Tochter zieht sich immer schick an: sie trägt am liebsten Kleider, schöne „Schühchen“ und Ketten – auch wenn es unpassend ist.
Ihre Sprachentwicklung ist sehr gut, ich nehme mir viel Zeit und Geduld, um ihr alles zu erklären.
Wir Kinder von Bullerbü, Sesamstraße, Pipi an Bord – diese Bücher und Hörspiel-CD´s sind Luzias Favoriten. Wie alle Kinder merkt sie sofort, wenn ich beim Vorlesen auch nur ein Wort verändere.
Zornesausbrüche gibt es, wenn Luzia beim Spielen verliert.
Im Supermarkt fragt die Verkäuferin meine Tochter: „Willst du ein Bonbon?“ Die Antwort kommt prompt: „Nein, zwei!“






